Sonderseite zum Thema

Machtmissbrauch
FCJG Lüdenscheid


Erfahrungen mit der FCJG Lüdenscheid



Die FCJG kannte ich von den Samstagsabendveranstaltungen im Wiedenhof her ab etwa Mitte der 1990er Jahre. Ich war beeindruckt. Die Bandausstattung und der Sound waren auf Jugend getrimmt, wie es auch im Namen heißt. Jugendliche waren aber nicht zugegen. Die Sprecher waren Walter Heidenreich und immer wieder auch ein Helmut. Heidenreichs jugendnahe Sprache, der Sound, die Deko und die Predigten machten einen zwanglosen, saloppen Eindruck. Beim ersten Mal schon übergaben sich Leute in der Menge, nachdem - wie häufiger mal - die Stühle aus dem Zuhörerraum wegräumt worden waren. Es gab sehr laut lachende Leute weiter vorne links an der Bühne. Die Leute des sogenannten Ministryteams gingen durch die dichte Menge der Besucher und legten Hände auf Köpfe und Schultern und sagten dabei irgendwas. Für das Geldopfer gingen Eimer herum und man sollte klatschen, dass man geben durfte.

Über einige Jahre war ich immer mal wieder da. In der Anfangszeit ging es vermehrt um Gebet für Erweckung in Deutschland. Das war typisch für die Zeit. Oft wurden die Stühle weggeräumt und zur Buße aufgerufen. Dann knieten wir auf der freigewordenen Fläche. Vorne stand eine große Sündentonne. Man schrieb seine Vergehen auf ein Papier und warf es dort ein. Irgendwann - ich war länger nicht dagewesen - war Themenwechsel und alles drehte sich um die Mongolei. Und nochmal später hatten sie die Band von der damals sehr angesagten Rick Joyner Gemeinde ‘Morningstar’ eingeladen. Diese Aufführung fiel dann aber aus.

Später lebte ich nicht mehr in der Nähe und kam nicht mehr nach Lüdenscheid. Ich bin froh, mich der Gruppierung nicht angeschlossen zu haben. Aber damals, das war schon verlockend ...

Ich war ja auch mal ein Rock’n’Roller. Aber es war falsch, dass die FCJG die weltliche Popkultur in die Gottesdienste geholt hat. Immerhin ist sie durchsetzt von Gottlosigkeit und Lästerung. Zu den Rythmen und Melodien bekannter Songs hatten sie zwar umgetextet, aber die Präsenz blieb. Ob man wollte oder nicht, man konnte sich diesem Stück alten Lebensstils nicht entziehen, wenn man die Wiedenhofveranstaltungen besuchte.

Einmal zu Beginn ging Herr Heidenreich rasch zum Mikro und erzählte einen Traum: er hatte sich selbst gesehen, wie er im steigenden Wasser Leute zum Kreuz zieht. Davon wurde nachher sogar noch ein Bild gemalt. Ich wusste damals nicht warum, aber dieser Abend hat mich genervt. Heute weiß ich, dass es für einen Christen befremdend sein muss, wenn sich ein Mensch hinstellt und seine eigene Person ins Zentrum von Gottes Handeln rückt.

Nie habe ich im Wiedenhof irgendein Wunder erlebt. Es wurde immer nur von solchen Dingen erzählt.

Nie habe habe ich eine wahre Prophetie gehört. Aber ich bezeuge, dass Herr Heidenreich Leute namentlich angesprochen hat, mit dem Mikro auf sie zugehend, sagte er einmal: “NN, der HERR schickt dich in die Mission.” Was ja wohl geistlicher Missbrauch in Reinform ist. Missbrauch durch Geistliche in der Form “der Herr sagt mir, dass du das und das tun sollst” ist eine Sünde durch einen Menschen an einem anderen. Sie ist in besonderer Weise schwer, weil Gott vorgeschoben wird durch eine Person, von der man eigentlich eine besondere Gewissenhaftigkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit Glaubensdingen erwarten darf. Gerade diese Erwartung nutzt dieser “Geistliche” für das Gegenteil aus, nämlich um seine rein persönlichen Ziele zu verwirklichen. Man mache sich klar, dass das Christentum, bzw. seine Grundlage, das Evangelium von Jesus Christus keine Religion ist, sondern die Wahrheit. Religionen sind solche, die einen Heilsweg ohne Jesus Christus vertreten. Die machen genau genommen den sog. religiösen Machtmissbrauch, sind allerdings von Anfang an der Wahrheit fern, eben auch dem wahren Gott. Die Tat des geistlichen Missbrauchs ist darum folgerichtig nicht allein eine Sünde gegen einen Menschen, einen Christen, sondern auch ein Sündigen gegen Gott. Sie hat den Charakter eines falschen Zeugnisses, und sie ähnelt dem Gebahren der falschen Propheten im AT.

Die Erweckung in Deutschland ist nie gekommen. Mit mehr Bibelwissen damals, oder wenn ich bibelfeste Brüder gehabt und befragt hätte, hätte ich das wissen können. Aber fundiertes Bibelwissen ist bei Charismatikern und Pfingstlern (ich spreche nur von deutschen Gruppen) oft schwach gesät. Das muss ich so bilanzieren, nachdem ich einige nicht-charismatische Gemeinden kennengelernt habe. Auch die Pfingstler könnten bessere Lehre haben, aber sie dekorieren nicht selten eine gute begonnene Veranstaltung mit unüberprüfbaren geistlich-scheinenden Eindrücken, und so wird dann ein Gemisch daraus, das einen merkwürdigen Nachgeschmack hinterlassen kann.

Die Erweckung war dann also in der Mongolei. Na, ja: so blieb Herr Heidenreich interessant, und die Samstagsabend-Wiedenhofveranstaltung hatte weiter ihre Besucher und Scheinewerfer.

Einmal sagte er, dass den Hauptamlichen der FCJG durch den Verein nur die minimalen Sozialversicherungsbeträge eingezahlt würden. Er wollte damit wohl zum Ausdruck bringen, wie ritterlich diese Leute in ihrer Haltung sind. Aber Achtung – ist das nicht krumm? Denn bedeutet das nicht, dass die FCJG von jeher als Kommune auf Lau – also von den Spenden – gelebt hat? Aber vielleicht habe ich da etwas falsch verstanden.

Ob der bekanntgewordenen Zustände und Missetaten in den vergangenen Jahrzehnten sind mir Heidenreichs Bücher heute das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt sind. Hätte ich eines, ich würde mit einem Edding “Lüge” drauf schreiben und es an Herrn Heidenreich schicken.

Ich sah einmal Walter Heidenreich als geladenen Ehrengast bei Benny Hinn in der Grugahalle auf der Bühne sitzen. Benny Hinn ist Okkultpraktiker: er hat immer wieder selbst berichtet, dass er Kräfte aus dem Grab von Kathryn Kuhmann gezogen hat. Ja, aus dem Grab heraus, von einer Toten!

Zurückblickend habe ich in fünf Jahren Pfingstgemeinde und sechs Jahren freie charismatische Gemeinden nie irgendeine wahre Prophetie gehört. Was sollte schon alles in die Luft fliegen, New York, das Ruhrgebiet und vieles andere. Immer falsch.

Nie habe ich eine Zungenrede gehört, die ein Anwesender als echte lebendige Sprache identifiziert hätte.

Immer wurde in Zungen durcheinandergebetet oder gar gesungen. Das erste lehnt die Schrift ab, das zweite hab ich in der Bibel bis heute noch nicht gefunden ...

Nur einmal in elf Jahren habe ich gehört, dass eine Zungenrede ausgelegt wurde.

Nie habe ich eine Geistestaufe mitbeobachtet, geschweige denn eine sie begleitende Zungenrede. Nicht einmal bei deutschen Pfingstlern! Im Gegenteil, der überwiegende Teil der Mitglieder sprach gar nicht in Zungen. Überhaupt ist Pfingstlern selbst klar, dass sie diese Gaben nur spielen. Oder – wann haben die deutschen Pfingstler den Rest des Leibes mal teilhaben lassen an ihren Erkenntnissen, die Gott ihnen gegeben haben soll?

Was ich in freien charismatischen Gemeinden aber damals zunehmend hörte, war ein Schimpfen in Zungen. Ein Freund und ich kommentierten dann bissig: “sie haben die Gabe des Zungenfluchens”. Ausgelöst war so etwas wohl durch eine damals dauernd verstrittene Gemeinde in Deutschland, die einen krachenden Meckerlobpreis pflegte, offenbar in der Meinung, Gott müsse das gefallen.

Ich halte zu der Auffassung, dass die biblische Prophetie abgeschlossen wurde mit Fertigstellung und Verbreitung des letzten Buches des NT. Die nächsten von Gott bestätigten Propheten werden also die beiden Zeugen aus Offenbarung 11,3 sein.

Ist der Adrenalinausstoß so prickelnd, den man fühlt, wenn ein vermeintlicher Prophet auftritt und man von ihm gerufen wird, und etwas über sich gesagt bekommt? Das muss wohl es wohl sein. Ohne Rücksicht und Vorsicht holt man sich etwas ab, was in vielen Fällen bestensfalls menschlichen Ursprungs ist. Und wenn der Empfänger schwach ist, richtet er sein Leben darauf ein und muss sich wundern, dass er bald gar kein freies Leben mehr hat. Auch ich sammelte persönliche Prophetien, die irgendwann zwei A4-Seiten füllten. Nie bereute ich, sie zerrissen zu haben.

Nie habe ich in den elf Jahren eine Heilung erlebt oder gesehen, die Ärzten vorgestellt worden wäre. Auch keine, mit der ich den Aposteln (so dies möglich wäre) unter die Augen getreten wäre. Dass es Menschen nach Gebet von Ältesten besser ging als vorher, davon hörte ich Zeugnisse und es ist auch biblisch.

Sehr lange und oft sah ich Gemeindebesucher, die zielstrebig jedes Event aufsuchten, in denen ein charismatischer Leiter auftrat, um von solch einem gesalbten Mann Gottes durch eine persönliche Handauflegung die eigene Salbung vermehrt zu bekommen. Ich war einer von ihnen. Salbungsübertragung hieß das, und war der Elia/Elisa-Geschichte entnommen. Ob die so gemeint war? Uns zur Vorlage? Die neutestamentlichen Warnungen bezüglich Handauflegung übergingen wir. Welcher Geist ersetzte uns hier das göttliche Gebot? – kein Geist, sondern unsere eigene Trägheit und Dummheit.

Besonders in diesen “geistgeleiteten” und gabenorientierten Bewegungen habe ich ein Charisma immer vermisst: die Unterscheidung der Geister. Gerade die pflegen sie nicht. Sie reden davon, aber sie verstehen sie nicht. Hätten sie sie, müssten sie sich vielleicht selbst abschaffen ...

Nie habe ich erlebt, dass Mitglieder von charismatischen Gemeinden in Gott ruhend ein friedvolles Leben lebten und froh wurden. Es herrschte immer Mangel und teilweise Chaos bei vielen und in vielerlei Dingen. In nicht-charismatischen, jedoch bibeltreuen Gemeinschaften gibt es diese Menschen sehr wohl, und wie gut tut es, mit ihnen Gemeinschaft zu haben!

Eher selten sah ich Bekehrungen, die offensichtlich mit Sündenerkenntnis und Umkehr einhergingen. Vielmehr kokettierte man ein wenig mit dem Evangelium und blieb schnell wieder fern. Ohne diese zwei ist eine biblische Bekehrung aber nicht abgeschlossen. Es mag später noch kommen, und trotzdem: ganz ohne sie wird es nicht gehen. Ungünstig ist es, wenn Gemeinden das gar nicht mehr einfordern in ihrer Lehre. Und ganz schlecht, wenn solch ein Unfertiger, also ein einstweilen nur erleuchterter Mensch, seinen Weg in einer Gemeinschaft fortsetzt, die ereignisorientiert und gefühlsbezogen ist.

Ich bin überzeugt: wer in der Tiefe erkannt hat, wovon der Herr Jesus ihn errettet hat, der braucht keinen charismatischen Kick. Der knüpft so enge Bande mit unserem Herrn, dass er auch fähig sein wird, das Schwere im Leben aus Gottes Hand zu nehmen, gleichwie das Gute.

Nie habe ich feststellen können, dass durch Streben nach Zeichen und Wundern Menschen gebessert wurden, nie gesehen, dass sie es wurden, wenn man “vorne” vermeintliche Wunder präsentierte, produzierte oder davon berichtete.

Ich habe Zeichen und Wunder für mich selbst erlebt, und viele ermutigende Zeugnisse anderer gehört, die alle bestätigen, dass es sich immer lohnt, Gott in allem zu vertrauen. Gott ist über aller Natur und er ist allmächtig. Die Wunder in meinem Leben behalte ich zumeist für mich.

Wir haben keinen freien Zugriff auf Gottes Wunderwirken und dürfen es nicht in den Mittelpunkt stellen. Die Gaben, die Zeichen, die Wunder - es gibt sie - ‘begleitend’ - aber Pfingstler und Charismatiker haben vergeigt, damit umzugehen. Offenbar ist Gott nicht daran interessiert, im Deutschland dieser Jahre viele äußere Dinge geschehen zu lassen, die ihn bezeugen. Das kann sich wieder ändern. Wenn in geistlichen Aufbrüchen, Krisen und in der Mission übernatürliche Dinge vermehrt geschehen, dann hat Gott einen guten Grund dazu. Gott darf aber auch nein sagen – zu jedem von uns. Wir haben das zu akzepieren. In allem das geschriebene Wort befragen, zu Gott beten, gehorsam werden, nicht schlauer als die Bibel sein wollen, nüchtern bleiben und geduldig sein, steht Christen gut an.

Es gibt auch die Neigung unter Charismatikern und Pfingstlern, den Ausfluss ausländischer, besonders englischsprachiger Pastoren, Autoren, Propheten besonders zu würdigen und weiter zu tragen. Ich war zweimal in Toronto und damit begann für mich auch so eine Phase. Auf Englisch klang das alles noch mal toller. Die Toronto Airport Christian Fellowship hatte was, ich habe da was erlebt (ich vermute aber nicht wegen des Torontosegens, sondern weil ich Gott damals sehr gesucht habe). John Arnott hat sich leider nie von dem Tierstimmenphänomen distanziert. Er integrierte sie in das Erneuerungsgeschehen. Bei den Konferenzen “Catch the Fire" 1996 und “Prophetic School” 1998 sah ich in Toronto Rick Joyner, Mike Bickle und andere auftreten. Diese eleganten Namen großer Diener – was ist aus ihnen geworden? Eine Deutsche steckte mir in Toronto eine Kopie von Joyners “die Horden der Hölle marschieren” zu. Besser, ich hätte es nicht genommen. Es sollte wieder Jahre dauern, bis ich es aussortierte.

Wer ist nicht alles in den letzten 20 Jahren aus dem Leiterschafthimmel gefallen? Joyners prophetische Bücher sind einen Dreck wert, sind durch nichts und niemanden autorisiert, sondern fantasieren, indem sie aus einigen biblischen Versen eine neue geistliche Realität errichten und ein neues Reden Gottes zusammenschustern, das nicht stattgefunden hat. Sollte das eine Neuoffenbarung werden, gar ein neues Buch im Kanon der Bibel?

Bickle konnte als Gesalbter viele Jahre auftreten unter Christen; dass er sexuell belästigt hatte, schien ihm kein Widerspruch zu seinem hohen Anspruch zu sein.
Der große David Yonggi Cho hat enorme Geldsummen (12 Mio. USD lt. wikipedia) von Spenden abgezweigt. Sein Sohn ging ins Gefängnis. Er selbst kam mit drei Jahren Bewährung davon.
Terry D. Jones, Pastor einer Kölner Gemeinde hatte nie einen Doktortitel, flog auf und musste gehen.
Peter Wenz aus Deutschland ist (auf-)gefallen. Er hielt sich für das Auge Gottes, war es aber nicht.

Mit Joseph Prince im TV hat sich ein für mich ganz neues Gift gezeigt. Da fuhrwerkelt jemand mit einer Gestik, die bezaubernd ist wie indigene Tänze. Noch viel übler aber ist seine Lehre der Hypergrace, der billigen Gnade.

Schmarotzt die unsägliche Lehre von Kenneth Hagin immer noch durch die Gemeinden?
Das Wohlstandsevangelium á la Meyer macht uns denken, wir wären zum Genießen hier.

Muss einer Prophet sein, um vorherzusagen, dass charismatische Senkrechtstarter von heute die Enttäuscher und Missbraucher von morgen sein werden?

Und nun auch Walter Heidenreich. Wer nach ihm?

Darum Hände weg von jeglicher Überhöhung von Menschen. Sollen doch die vermeintlich großen Diener Gottes erst mal 250 Jahre verstorben sein, bevor wir Einschätzungen vornehmen, wie gottbestimmt ihr Wirken und Lehren wirklich gewesen war.

Was wunder, wenn unerfahrene Christen in diesem Dschungel von schlechter und falscher Lehre Opfer geistlichen Missbrauchs werden. Gott bewahrt nicht immer jeden von uns vor allem, was uns begegnet. Wir können das manchmal nur schwer verstehen. Wer sich zweifelhafter Lehre und fragwürdigen Praktiken aussetzt, bekommt auch Prügel vom Feind, denn arglos positioniert der Gläubige sich so, dass er angreifbar wird. Das, was wir glauben, muss biblisch sichergestellt, in der Schrift begründet sein und sich bewährt haben. Dann bewährt es sich auch bei uns.

Es gibt wohl eher keine christliche Vita ohne Brüche. Wer das weiß, vor allem von sich selbst, wird bescheidener auftreten. Es gibt nur ein Vorbild, mit dem wir immer richtig liegen. Denn wir selbst verfehlen uns alle mannigfaltig, wie ja auch Jakobus einräumt.

Zurück zur FCJG. Das Ministry-Team ist natürlich auch unbiblisch. Jedoch, das grösste Übel, das ich bisher aus Berichten herausgelesen habe, ist das Fehlen der Bruderliebe hinter den Kulissen. Die Bibel ist in diesem Stück Lehre besonders klar und deutlich: “... wer seinen Bruder nicht liebt, den er gesehen hat, wie kann er Gott lieben, den er nicht gesehen hat?”

Erlebte ich also in Heidenreichs Auftritten den Typus Mensch, den die Schrift eine klingende Schelle und eine schallende Zimbel nennt? Jemand, der Gott nicht kennt, weil er den Bruder und die Schwester nicht lieben mag? Einen Poser, einen Pretender, einen Scheinchristen, einen Ungesalbten? Einen Manipulator und Illusionisten? Einen, der es für sich selbst tat mit dem Geld Anderer? Am Ende vielleicht sogar einen ausgemachten Gottlosen? Für letzteres spricht, dass er nicht umkehrt. Ein wiedergeborener Christ kann sündigen, sich verfehlen und irren – er wird aber immer umkehren, wenn er überführt ist. Dafür ist er nun auch mal Christ, dass Gott ihn zur Buße leiten kann und will. Im Falle von Walter Heidenreich ist das nicht ansatzweise zu sehen.

Herr Heidenreich schreibt über sich selbst auf den Horizont-Seiten bei fcjg.org: “Heute ist Walter Präsident von FCJG Lüdenscheid und HELP International und predigt das Evangelium in Kraft auf der ganzen Welt.” Aha, passieren tun die spektakulären Sachen wieder woanders. Das ist mitnichten die Wahrheit, aber so will der Mensch Heidenreich gesehen werden.

Paulus kannte den Menschenschlag, Philipper 1, 15:

      Einige zwar predigen Christus auch aus Neid und Streit ... (17) ... aus Eigennutz verkündigen Christus nicht lauter.

In Galater 4, 17 nennt er ihr Motiv:

      Sie eifern um euch nicht in edler Weise, sondern wollen euch von meiner Verkündigung ausschließen,
damit ihr um sie eifert.